Maß, Mess und Co.

Schon lange bin ich auf der Suche nach den alten Maßeinheiten, wie sie auch im Schwabenländle üblich waren. Diese Suche gestaltet sich aber äußerst schwierig, denn unsere Vorfahren hatten noch Maßangaben, die stellenweise sehr unterschiedlich waren. Jede größere Stadt hatte eigene Maßeinheiten, so gibt es z.B. die Esslinger-„Fuder“, das Heilbronner-„Fuder“; auch die Stuttgarter samt Umgebung hatten eigene Maße.grenzstein

Unsere Vorfahren mußten regelrechte Rechenkünstler sein. Denn wer seine Produkte nicht im direkten Umfeld verkaufte, der mußte je nach Region in andere Maßeinheiten umrechnen. Ein damals gebräuchliches Hohlmaß für Getreide war z.B. der „Semmre“ (Simri), der aber von Ort zu Ort ein anderes Volumen haben konnte.

So schreibt z.B. H. Fischer in seinem „schwäbischen Wörterbuch“ von 1920: Simri – Hohlmaß für feste Waren, er gibt aber keine Hohlmaße an. Dieser Simri (schwäb. Semmre) hat Gewichtsangaben von ca. 18 bis ca. 25 kg – wobei gleich erwähnt werden muss, dass damals nicht in Kilogramm gewogen wurde. Es wurde viel in „Volumeneinheiten“ gehandelt – das Kilogramm gab’s noch gar nicht.

Natürlich gab es auch andere Maße, so z.B. das Fuder, den Scheffel. Als Längenmaße war der „Fuß“ gebräuchlich, der aber wiederum in „Pariser Linien“ ungerechnet wurde. Auch die „Rute“ und „Elle“ waren gebräuchlich.

Jedwede Hilfe hierzu ist herzlich willkommen. Wer dazu beitragen kann soll mir eine Mail schicken (Adresse im Impressum) – ebenso sind Bilder dieser Maße gerne gesehen.

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