D Brochquadd

Ja was isch au des? No nia ghairt (was ist auch das, noch nie gehört).

Wir bezeichnen in gewisssen Landesteilen eine behäbige, faule, gut beleibte Frau als Brochquadd. Man möge mir diese „Diskriminierung“ verzeihen – aber Sprache ist Sprache.

Die eigentliche Bedeutung kommt von der „Brachquatt“, eigentlich eine Bezeichnung für den Engerling.  Der ist natürlich genau so bewegungsfaul wie die „Brochquadd“.

Woher der Ausdruck letztendlich an ein Weibsbild übertragen wurde  läßt sich nicht nachvollziehen. Meine ganzen schwäbischen Bücher geben da nichts her und das WWW auch nicht.

Trotzdem: A Brochquadd hotts Schaffa ed erfonda – Fakt.

 

Google Books kennt den Ausdruck schon in einem Buch aus dem Jahre 1844. Der Link: https://books.google.de/books?id=K-dIAAAAcAAJ&pg=PA176&lpg=PA176&dq=Brachqua&source=bl&ots=VfJ7n5jnrE&sig=tK9xKTj-3nV4tn4hx7XjrYSPr5k&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjtvYbfzJDUAhXCSBQKHXFmDbUQ6AEIJTAA#v=onepage&q=Brachqua&f=false

 

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