Hahnsche Gemeinschaft

Weil ich in Altdorf, Krs. Böblingen geboren bin und dort auch über 30 Jahre gelebt habe, darf das Thema „Hahnsche Gemeinschaft“ nicht unerwähnt bleiben. Schließlich ist der Gründer der Hahnschen Gemeinschaft, Michael Hahn, wie ich in Altdorf geboren – in jenem Haus hinter dem Rathaus, wo auch meine Jahrgangsgenossin und Schulkameradin Ruth geboren wurde. michael-hahn

Er hat die Hahnsche Gemeinschaft gegründet. Eine der evangelischen Kirche angegliederte „Sekte“ – eigentlich ein „eingetragener Verein“.

Als junger „Kerle“ habe ich selbst die „Macht“ erlebt, die ein durch die „Hahner“ (wie wir sagten) durchdrungener Kirchengemeinderat ausüben konnte – aber das ist ein anderes Thema.

Zu Michael Hahn: (Quelle aus Wikipedia) und auch http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Michael_Hahn (wird oft als Johann Michael Hahn bezeichnet, das Johann steht aber nicht in der Geburtsurkunde und auch nicht im Kirchenbuch)

Michael Hahn (* 2. Februar 1758 in Altdorf, Krs. Böblingen – † 20. Januar 1819 in Sindlingen, heute Jettingen bei Herrenberg.

Michael Hahn’sche Gemeinschaft („Hahn’sche Brüder“, „Michelianer“) ist eine Versammlungsbewegung frommer protestantischer Christen, die aus dem Pietismus heraus entstanden ist.

Im Alter von 20 Jahren erlebte Hahn seine erste Vision . Weitere folgten, von denen er in Versammlungen sprach. Viele Menschen strömten zu ihm, um seine Bibelauslegungen zu hören. Daher galt er alsbald als Separatist und wurde von der württembergischen Kirchenleitung ermahnt, sich in seinen Reden und Schriften mehr dem Sinn und der Sprache der Kirche anzuschließen.

In den so genannten Erbauungsstunden lehrte Hahn sein theosophisches Christentum. Er fand zahlreiche Anhänger, die sich zu den Hahn’schen Gemeinschaften zusammen fanden. Anfang des 19. Jahrhunderts wollten sich einige dieser Gemeinschaften sogar von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg trennen und ins Heilige Land auswandern, um das nahe Gottesreich zu erwarten. Hahn verhinderte jedoch sowohl eine Massenauswanderung, als auch eine Trennung der Gemeinschaft von der Landeskirche.

Die Hahn’sche Gemeinschaft ist ein eingetragener Verein (e.V.) mit Sitz in Böblingen

Ich habe in meiner Jugend die Anhänger der „Schtond“ (der „Stunde“ der Versammlung) leider sehr oft als sich „ausgrenzende“, weil „bessere“ Christenmenschen kennen gelernt. Der negative Eindruck wird mir ein Leben lang bleiben.

In der damaligen Volksschule wurde uns im Rahmen des Religionsunterrichts oft von den „Visionen“ und „erlebten Wundern“ von M. Hahn erzählt. Heute als logisch denkender Erwachsener weiß ich, dass diese „Wunder“ in der Regel natürliche Ursachen haben, so z.B. das Wetter oder auch schlicht „Glück gehabt“.

siehe auch: Der Württemberger Pietismus