Goga-Witz

Hier ein paar Gògenwitze:

Em guada

Ein Tübinger Professor begeht einen gewöhnlich offenen Fußweg zur Zeit der Weinlese, in der der Weg für Unbefugte verboten ist.
Ein Gog ruft ihm zu: „Machschd, dass d‘ aus meim Wengert raus kommschd, du Siach, oder i hau dr d‘ Laif a´, dass d´ uf de Schdompa hoimgraddla muaschd.“
Der Professor:“Ach entschuldigen Sie, ich habe das Verbot übersehen.“
Wengerter:“Drom sait mr´s jo au em Guada
D´Schdroßaarbeiter

Einige Straßenarbeiter sind ausgeiebig beim Vesper.
Kommt ein Góg vorbei und meint:“ So möcht i bloß schaffe könne, wia ihr fressat“

Gógastreit

Zwei Gógen haben Streit.
Als schließlich dem einen die Ausdrücke ausgehen ruft der: „Ond des, was mr net eigfalla isch, bischt du au no“

Dr Arsch

Zwei Studenten, ein Tübinger und Berliner, gehen in Tübignen spazieren. Da rühmt der Tübinger die Schlagfertigkeit der Gógen, die nicht einmal von den Berlienern übertroffen werden könne. Da der Berliner das bezweifelt, suchen die beiden eine Gógen-Beiz (Kneipe) auf und der Berliner fragt einen waschechten Góg:
„He Sie, sagen sie mal, wo liegt eigentlich Furzhausen ?“
Der Góg besinnt sich nicht lange und antwortet:
„Oh Kerle, du brengschd mir ned dra, do brauchschd ned lang laufa, leck me am Arsch ond scho bisch middla em Flecka drenn“

Scheissbrüah

Im Winter kehrt ein Skifahrer in einer Tübinger Wirtschaft ein und stellt seine Bretter in die Ecke. Ein anwesender Góg fragt, was er da habe. „Das sind meine Skihölzer, ich bin Skifahrer, sogar Preisschifahrer !“
„So!“ erwidert der Góg „so se-mr jo schier Kollega. I ben nämlich Scheißbrüahfahrer“

Homöopathie

Was der Unterschied zwischen Hoöopathie und Allophathie ist will der Frieder wissen.
„Des isch doch ganz oifach“ antwortet der Góg.
„Wenn Du zom Beischpiel an deine Obstbööm an Oimer Scheißbrüah naleerschd, noh isch des sozusaga allophatisch döngt.
Wenn de aber bloß an Furz an se no’loschd, noh isch des homöopathische Döngong.“

Material

„Paule“ ruft der Hannes seinem Vetter auf der Straße zu. „Was hosch denn du, dass de so komisch daher komschd ? Hosch am End Ischias ode Reißmadeis ?“
„Noi, noi“ meint der Paule.
„Des isch’s net; i hao uf Luft tippt, aber Material isch komma.“

Libido

Der Karle sagt zu seinem Weib eines Morgens: „Du Alte, wenn i mi halt so en äller Gmüatsruh rasiert hao, fühl i mi tatsächlich om zwanzg Johr jönger.“
Darauf das Weib: „Wenn de so isch, täteschd de eigentlich gscheiter obeds rasiera, eb mir ens Neschd ganged !“

D‘ Veranda

Ein Góg beklagt sich bei einem Professor über seine harte Arbeit.
Der Professor entgegnet, dass er auch viel zu tun habe, morgens Kolleg und nachmittags Seminar. Seine einzige Erholung sei, dass er nach dem Mittagessen ein Stündchen auf seiner Veranda liegen könne.
Darauf der Góg: „Au – Herr Professor – hot ihr Weib aber an scheena Nama.“

Korporatio

„Vatter, Vatter, komm schnell“ ruft dr Fritzle seim Vatter zu, „a Student isch beim Mariele droba en dr Kammer“
„Vo welcher Korporatio (Studentenverbindung) isch der ?“
Der Sohn nennt ein angesehenes Tübinger Korps.
Darauf der Vater: „Lass en noh – der ko zahla !“

S‘ Essa

Ein Góg stürzt vom Dach. Am Küchenfenster vorbeifallend, ruft er seinem Weib zu:
„Karlene, de brauchschd heut bloß für oin kocha, i iß en dr Klinik“

Rathaus

Ein Fremder steht vor dem frisch renovierten Tübinger Rathaus und bewundert den stattlichen Bau.
„Wie viele Beamte arbeiten denn da drin ?“
Gog: „Höchschdens d‘ Hälfte“

Religion

Ein Redner schließt mit den Worten: „…hier stehe ich, ich kann nicht anders.“
Ein Gog: „Der isch reacht, der hot au noh Religio‘ em Ranza.“

Oier stempla

Der Lehrer fragt in der jüngsten Mädchenklasse nach Tierstimmen: Der Hund bellt, die Katze miaut – usw.
Auf die Frage, was denn der Hahn mache, erfolgt keine Antwort.
Da wendet sich der Lehrer an das kleine Luisle: „Jetzt, ihr habt doch so einen schönen Gockeler, was tut der denn, wenn er morgends aufwacht ?“
Darauf das Luisle freudenstrahlend: „Oier stempla !“