Bauernregeln

Hier will ich meinen Besuchern Bauernregel vorstellen, die bereits 1868 in einem Buch von Dr. Anton Birlinger niedergeschrieben wurden. Man kann durchaus davon ausgehen, dass diese Bauernweisheiten gute 200 Jahre alt sind – und auch heute zum großen Teil noch als aktuell angesehen werden können.bauer1

Ich habe die Bauernregeln in die heutige Sprache übertragen, damit man deren Sinn besser versteht.

 

 

 

  • Wer den Acker aus der Weschdatasch dünkt, die Ernte leicht in die Rocktasch bringt.
  • Die Alb kann’s Heu verhalten, aber’s Heu die Alb nicht.
  • Erwache, so bache. Erwache ned, so bache ned.
  • Wenn im Wald die Schwaden aufsteigen, no koched d’Hasa. (Nebelschwaden)
  • Bartholomätag schüttet Apfel und Birna rab.
  • Barthelmai legt’s Öhmd uf’s Heu
  • Benedikt macht da Zwiebel dick
  • Bei Donner im Winter steckt viel Kälte dahinter
  • Wenn am 1. Mai dr Wald grünet, so ist an jakobi die Ernte zu hoffen.
  • Fahr mi übel, egg mi wohl, no mach i dir da Kübel voll.(der Acker)
  • Wenn im Februar die Mücken schwärmen, muss man im März den Ofen wärmen.
  • Der Rebe und der Gaiß ist es bald zu heiß.
  • Gertraud ist die erste Magd im Kraut.
  • Wer im Heuet ned gabblet, en dr Ernte ned zapplet, alle Morgen früh aufsteht, wird sehen wie’s ihm weiter ergeht.
  • Heu bis an die Balken wird alles erhalten, Heu bis an den Giebel, bleibt nichts davon übrig.
  • Vor einem Kornacker, einer Sau und einer Henne soll man den Hut abziehen.
  • Christkind em Schnee – Ostereier em Klee.
  • Matheis bricht’s Eis.
  • Weiß ond geal geit’s beschd Meahl.
  • Wer vor Maria Geburt ned öhmda ma, muaß drnoch öhmda wia r’ka.
  • Regenbogen am Morgen macht dem Schäfer Sorgen. Regenbogen am Abend, tut den Schäfer laben.
  • Das Wetter kennt man am Winde, wie den Herrn am Gesinde.

Hier noch einer von mir über das Wetter, der immer Gültigkeit hat:

  • Kräht dr Hahn uf am Mischd, ändert sich’s Wetter oder s‘ bleibt wia’s ischd.